Fahrräder, die Zweite
Nachdem plötzlich drei Fährräder in meiner Garage auftauchten, wurde es noch witziger. Aber dazu später.
Erst einmal habe ich ein Fahrrad zur Verwahrungsstelle in die Innenstadt gebracht. Lässiger Kommentar dort: "Ja, das hätten sie ja auch gleich bei sich lassen können. Nur zur Fundmeldung müssten sie herkommen."

Aaaaaaalso gut. Aber viel besser wurde es dann einen Tag danach. Denn plötzlich hatte ich ein Senioren-Dreirad vor der Garage stehen. VOR. Nicht IN. Es ist ein Pfau Tec Aluminio:

Von Seniorenland.de
Das Rad kostet sonst neu 1.500 Euro im Handel. So ein Rad lässt niemand einfach so stehen. Ein (abgeschlossenes) Schloss lag im Körbchen hinten. Dazu ein Kasten-Abdecker aus Papier der Flensburger Brauerei.
Ich weiß nicht genau, WAS das jetzt alles zu bedeuten hat. Jeder kennt das ja mit Katzen, welche einem als Geschenk tote Vögel und Mäuse auf die Türschwelle oder das Fensterbrett legen. Nun, in meinem Fall muss es ein Fahrrad-Transformer gewesen sein, welcher mir Fahrräder als Geschenke bringt. Oder irgendjemand will bei mir einen moralischen Bruchtest durchführen und sehen, ob ich Fundunterschlagung begehe oder alles ordentlich melde.
Das Rad sah irgendwie merkwürdig aus. Gut gepflegt, aber verdellte Abweiser, aber technisch tipp-topp in Schuss. Das habe ich dann auch mal in der Stadt abgeliefert und mir einen Fundschein ausstellen lassen.
Was aber wohl nicht allzu gut klappte. Denn zwei Tage später bekam ich einen Brief mit dem richtigen Namen im Adressfeld, aber das Anschreiben galt einer Frau Haase (Name geändert). Zudem hat sie entweder eine Geldbörse vermisst - oder gefunden. Nach meinem fragenden Anruf durfte ich das Schreiben dann behördlich korrekt "vernichten".
Und wenn sich niemand für die Räder meldet, werden die ein wenig aufgemöbelt und anschließend gewinnbringend verkauft. Für das Senioren-Dreirad bekommt man sicherlich noch mehr als ein warmes Abendessen heraus.
Im städtischen Fundbüro sitzen ältere Herren... naja, ich will nicht allzu viel spekulieren, aber womöglich handelt es sich teils um aus dem regulären Innendienst abgeschobene Alkoholiker und Hartz-IV-ABMler. Nur gut, dass ich keine Namen nenne und es in Dortmund mehrere Außenstellen gibt. Die Herren waren mir sehr sympathisch und auch witzig, aber ein städtischer Bediensteter mit einem Tränen-Tattoo auf dem Daumen und einer Anker-Tätowierung auf dem Unterarm wirkt jetzt nicht wie jemand, der die "gerade Karriere" im innerstädtischen Behördendienst durchlief.
Was soll's, im September sind die Räder mein, mein, mein!

2 Comments:
ich entwickle da grade so verschiedene theorien, über die wir uns gerne heute abend mal näher unterhalten können ^^
so short
witzig :)
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